Sagt Gerit Große – bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Die Linke. – im Hinblick, dass durch das Bildungsministerium die Einführung die Inklusion an den Schulen in Brandenburg  bis 2019 eingeführt werden soll.

Das war nicht hilfreich. Das schürte Ängste und Sorgen bei den Eltern,

das verunsicherte Lehrer und Schulträger.

Wie ist die Ausgangsposition:

Im Bildungssystem der DDR gab es keine gemeinsamen Schulen für körperlich Behinderte, für sozial Auffällige oder Kindern mit Lernschwächen. Damit waren lange Wege für diese Kinder zur Schule verbunden, Isolation.

Die Linke Brandenburg hat das EU Behindertenkonzept im Koalitionsvertrag verankert, deren Umsetzung jetzt langfristig geplant werden muss, aber durch die Zeitspanne nicht auf Kosten der Lernqualität.

Notwendig macht die Umstrukturierung auch im Hinblick der demographischen Entwicklung des Kreises. 2020 wird sich ein weiterer Geburtenrückgang an den Schulen bemerkbar machen.

An 35 % der Schulen im Elbe-Elster Kreis wird Inklusion praktiziert. Ziel ist es an jeder Schule 5 % Kinder mit Förderbedarf einzuschulen.

Inklusion – ist nicht automatisch gemeinsamer Unterricht. Es ist Unterricht unter dem gleichen Dach. Es lässt die Möglichkeit offen, gemeinsam zu lernen.

Das bedarf einer Verkleinerung der Klassen, im zu entwickelten Konzept geht man von 23- max. 25 Schülern aus, hier sind auch mit 40 Mill. € die größten Ausgaben nötig.

Es ist der Erfolg der Linken, dass in Brandenburg im Haushalt bei Bildung nicht gekürzt und für  2013 eine Erhöhung eingeplant wird.

Das größte Problem ist  die Fortbildung der Lehrer. Es sind jetzt schon 40% weniger Lehrer im ländlichen Raum als gebraucht werden. Für die Weiterbildung Sonderpädagogik sind ca. 80 h notwendig, die ohne Mehrbelastung und Ausfall durchgeführt werden sollten.

Die Uni Potsdam wird ab 2013 wieder Sonderpädagogen ausbilden, die aber erst 2020 zum Einsatz kommen können und eventuell im ländlichen  Raum eingestellt werden.

Neben den qualitativen Voraussetzungen für Inklusion müssen auch die Räumlichkeiten an den Schulen geschaffen werden. Inklusion bedarf behinderten gerechte Zugänge, bedarf Ruheräume für die Schüler, die zeitweilig aus den Klassen heraus genommen werden müssen, bedarf psychologische Betreuung.

Uwe Mader, Schulleiter einer Förderschule, betonte in der Diskussion die große Irritation über die enge Zeitspanne. Keiner ist gegen Inklusion, sie sollte aber „entschleunigt“ werden für eine bessere Vorbereitung umd deren Einführung.

Inklusion dar nicht in der Schule anfangen oder enden.

Cornelia Böck, Leiterin einer Agrarwirtschaft, veranstaltet gemeinsam mit der ansässigen Förderschule jedes Jahr einen Tag der offenen Tür und hat gute Erfahrungen mit Förderschülern gemacht.

Das Inklusion möglich ist, zeigen Ergebnisse in anderen Länder  Europas.

Da Deutschland fast das einzige Land mit getrenntem Lernen ist, konnte sich der Bildungsausschuss vor Ort vom erfolgreichen gemeinsamen Lernen überzeugen.

In der Diskussion mit Gerit Große konnten viele Irritationen und Vorbehalte bei den Anwesenden ausgeräumt werden, wurden ehrlich die offenen Probleme bei der Umsetzung angesprochen und die jetzige  Situation der Lehrer dargestellt, die eine Inklusion noch schwieriger macht.

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